Die (ehemalige) Kirche

Hier haben in alten Zeiten die Kranken, die im Antoniusspital auf Heilung hofften, für ihre Versöhnung mit Gott gebetet, auf dass er den Einfluss des Teufels nicht länger zuließe. Schon als Napoleon in Mühlhausen war, wurde die Kirche säkularisiert und danach für verschiedene Zwecke  benutzt.

Heute ist sie mit 100 qm der größte Tagungsraum des AntoniQ. Oder auch Partyraum mit Licht- und Musikanlage, Freizeitraum mit Spielgeräten, Probenraum für Chöre. Oder doch wieder Gottesdienstraum für von unseren Gästen selbst gestaltete Gottesdienste.

Was Sie heute daraus machen, kommt ganz auf Ihre Gruppe und Themen an.

Sie haben hier eine Menge Platz in einer verzauberten Atmosphäre. Die entsteht durch die Höhe des Raums, durch das durch die schmalen Fenster hereindringende gedämpfte Licht, durch die Akustik, in der selbst ein Flüstern lange nachhallt und ein Schrei den ganzen Raum erfüllt.

Hier kann man Theater spielen, sich versenken und besinnen, herumtoben, kreativ sein, Märkte veranstalten, Workshops durchführen, Musik machen, Ruhe finden.

Die Kirche ist natürlich voll beheizbar!

Bei Tagungen dient sie auch als größter Tagungsraum, wir bekommen ca. 50 Personen in einen Kreis, ca. 80 in einen Doppelkreis und ca. 120 in Reihenbestuhlung.

Im Alltag ist sie einfach ein großer Raum der Begegnung und für die Freizeitgestaltung, in dem man auch durchaus spielen und toben kann. Deshalb stehen auch einige Spielgeräte, wie eine Tischtennisplatte, ein Kicker, ein Airhockey und ein Billardtisch darin.

Zur Kirche gehören auch die Sakristei und die Empore, die auch als kleiner und mittlerer Gruppenraum genutzt werden können.

Die Empore wird dann mit einem schweren Vorhang vom Kirchensaal getrennt (akustisch trennt das natürlich nicht, geht also nicht gleichzeitig mit der Nutzung des großen Saales).

Eine Musikanlage ist vorhanden. Für laute, schnelle Musik ist die Kirche allerdings wegen der sakralen Akustik ungeeignet, hierfür empfehle ich die Gewölbekeller!

Im Herbst 2008 wurde in der Kirche sogar vom örtlichen Pastor Andreas Schwarze - zum ersten Mal seit Napoleons Zeiten wieder - eine kirchliche Trauung durchgeführt. Katrin und Jan Wellmann verließen sie als Ehepaar. Und Pastor Dirk Vogel von der Petrikirche gleich vor der Stadtmauer hat uns die Glocken geläutet, mangels eigener Glocken im Turm der Antoniuskapelle.

Unsere Glocke hängt jetzt in der Dorfkirche von Reiser, ganz in der Nähe.

Die Antoniuskapelle war schon seit mehreren Jahrhunderten nicht mehr als Kirche bzw. Kapelle benutzt worden. 1824, so schreibt Christian Gottlieb Altenburg, ein Stadthistoriker, war ein Strohlager darin, 1892 ist sie als Turnhalle erwähnt, zu DDR-Zeiten war hier der Speisesaal des Altersheimes. In der jüngsten Zeit, bis 2001, barg sie die Schreinerei der Firma Huschenbeth Denkmalpflege. Das muss ein ohrenbetäubender Lärm gewesen sein, wenn da drin die Kreissägen und Hobelmaschinen liefen!